Wie ist das tägliche Leben mit Kindern? fragte mich vor kurzem ein intelligenter, hochqualifizierter Mittdreißiger. Er und seine Frau - ebenfalls hochqualifiziert, kosmopolitisch etc - sind am Überlegen, ob sie überhaupt Kinder haben wollen. Aber die Umstellung macht ihnen Angst. Stimmt es, daß sich ALLES ändert? Hat man dann wirklich gar keine Zeit mehr für sich selbst?
Hmm. was soll man als Eltern darauf antworten. Ja, man hat wenig Zeit für sich selbst. Ja es ist manchmal sehr anstrengend. Aber was man zurückbekommt, ist doch unglaublich. Doch wie will man es jemandem schildern, daß einem schier das Herz zerspringt vor Glück, in kleinen Momenten?
Übrigens glaube ich nicht, daß das o.g. Paar schlechte Eltern abgeben würde. Ich behaupte sogar, sie wären bessere Eltern als die, die unreflektiert und vielleicht gar aus einer rosarot/hellblauen Kitschvorstellung heraus Eltern werden und dann vollkommen überfordert und desillusioniert sind. Wenn ihnen das Kind täglich vorführt, wie schnell man an die physische und psychische Schmerzgrenze kommt.
Aber vielleicht sollte ich zukünftig eine Anekdote erzählen:
Wochenende. Anstrengende Arbeitswoche. Krankes Kind, endlich auf dem Weg der Besserung. Mega-quengelig. Erster Frühlingssamstag ziemlich verhunzt.
Samstag Abend. Wir kaufen kindergerechtes Essen, servieren es schon um 18.30, damit sie mitessen kann.
Die Kleine verweigert. Wir sind frustriert. Those were the days... wo man am Samstag Abend erst um 21h gegegessen hat, danach noch in eine Bar oder Kino. seufz.
Dafür steht Caro während des Essens plötzlich auf, als wollte sie eine Rede halten.
Wir: was MACHST du da?!
Sie: kacka!
Sonntag, 3. April 2011
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