Die letzten Tage waren echt mega-anstrengend. Montag nachhausegehetzt und caro zur ergo gebracht. dienstag länger im büro geblieben und dann ins yoga gehetzt. ooom. mittwoch nachhausegehetzt. donnerstag nachhausegehetzt. freitag nachhausegehetzt. der apfel, den ich mir am mo aus der kantine mitgenommen hab, war am fr noch immer nicht gegessen. und zuhause türmt sich seit tagen die wäsche. der eine knopf ist noch immer nicht angenäht und caro hat mittlerweile 3 jeans mit löchern, die unbedingt einen patch benötigen. dafür der mega-luxus: gestern nachmittag 1h auf dem sofa geschlafen, während mann und kind am spielplatz waren.
und typisch fürs wochenende war heute natürlich wieder schlechtes wetter. und da man seinem kind was gutes tun will und freunde von uns davon geschwärmt haben, steigen wir heute doch glatt in die ubahn und fahren zu einem indoor-spielplatz. beide eltern mega-skeptisch und das kind 5min vor dem ziel kurz vor dem einschlafen. aber egal. einmal ist keinmal.
der erste eindruck: das ist wie ein schwimmbad ohne schwimmbecken.
überall wuseln kinder herum.
der lärmpegel ist beträchtlich.
in der umkleidekabine riechts nach voller windel und schweißfüßen.
der fußboden (man muß in socken unterwegs sein) könnte wieder einmal eine reinigung vertragen. aber deswegen sind wir ja nicht da: wir ziehen mit caro zum rutschturm, zum bällebad, zum mega-trampolin, zu den bobbycars, zum anderen rutschturm, zum bekletterbaren vulkan.
fazit: die kleine hat in den 2 1/2 stunden, in denen wir dort waren, fast nichts getrunken, nichts gegessen, nicht in die windel gemacht, sondern ist nur begeistert durch die gegend gezischt. geklettert, gerutscht, geradelt, gesprungen, getobt, gekreischt, gelacht.
allerdings ist sie wahrscheinlich entweder zu alt oder zu jung für den spielplatz: die geräte für die unter-3-jährigen sind langweilig, und da könnte sie gleich auf einen stinknormalen spielplatz gehen. für die geräte der über 3-jährigen ist sie um 5-10cm zu klein und motorisch noch etwas zu unsicher. beispielsweise kommt sie gerade nicht auf den rutschturm hinauf, weil ihr die entscheidenden 5cm fehlen, um sich die stufen hinaufzuziehen.
das heißt, man ist als eltern dauernd auf achse, um seinem kind raufzuhelfen, mit ihm in halsbrecherischem tempo eine rutsche runterzurutschen, es zu beaufsichtigen, während es mit dem bobbycar seine runden zieht, andere kinder dran zu hindern, meinem kind auf die finger zu trampeln. also entspannung ist was anderes. aber gleichzeitig ists ja auch lustig. doch nach 2 stunden ist man wirklich gesättigt. abgesehen davon bin ich eingegangen vor angst auf der rutsche (ist das wirklich dieselbe person, die vor 15 jahren einen fallschirmsprung gemacht hat?!).
ach ja, eine verstopfte nase, um den zarten geruch nach schweißfüße nicht mitzukriegen, kann nicht schaden.
Sonntag, 27. März 2011
Montag, 21. März 2011
was macht eine stadt zur kinderfreundlichen stadt?
interessanter artikel, der die kindertauglichkeit von wien beurteilt - paar vergleiche mit berlin und münchen sind auch drin.
die kriterien sind durchaus gut:
http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/643015/Wie-kinderfreundlich-ist-Wien?from=gl.home_bildung
* öffentlicher raum
* freizeitangebot
* gesundheitliche versorgung
* kinderbetreuung
* verkehr
* opfer von gewalt
und wie gut ist Ihr wohnort?
die kriterien sind durchaus gut:
http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/643015/Wie-kinderfreundlich-ist-Wien?from=gl.home_bildung
* öffentlicher raum
* freizeitangebot
* gesundheitliche versorgung
* kinderbetreuung
* verkehr
* opfer von gewalt
und wie gut ist Ihr wohnort?
Sonntag, 13. März 2011
Kind bekommen, anderer Mensch geworden?
Am Freitag wurde ich am Rande einer Veranstaltung von einem Journalisten gefragt, inwiefern mich das Muttersein verändert hat. Meine erste Reaktion war: ehrlichgesagt, gar nicht.
Hmm... ok stimmt nicht ganz: ich weiß jetzt genauer, was ich will, und lasse mich weniger von anderen beeinflussen.
Na bitte, ist doch nicht schlecht? Ein positiver Side-effect der Mutterschaft: Persönlichkeitstraining.
Hmm... ok stimmt nicht ganz: ich weiß jetzt genauer, was ich will, und lasse mich weniger von anderen beeinflussen.
Na bitte, ist doch nicht schlecht? Ein positiver Side-effect der Mutterschaft: Persönlichkeitstraining.
Montag, 7. März 2011
Potpourri
Anläßlich des Weltfrauentages morgen:
1) Lange Karenz läßt Einkommen sinken
Auf österreichisch würd man jetzt sagen: "no na". oder "na net na na". übersetzt und bitte mit etwas zynismus gewürzt: "na was für eine überraschung". aber immer wieder interessant zu lesen. http://orf.at/stories/2046217/2046215/
2) Bänz Friedli, der Schweizer Hausmann:
http://www.derhausmann.ch/
3) "pink stinks"
http://www.pinkstinks.co.uk/
3 assoziationen:
1) im fasching, zu einem tanzschulevent (morgen ist ja faschingsdienstag) ging ich einmal als rosaroter panther. mit rosa pyjama, von meiner mama gefertigtem hauberl mit ohren und (ebenfalls von mama gefertigt) einem schwanz aus draht, umwickelt mit watte und verkleidet mit rosa filz. den hab ich mit einem gummizug um den bauch getragen. der stand richtig toll weg nach hinten. hat sensationell ausgesehen. aber unglaublich, wie oft mir die burschen in der tanzschule am schwanz gezogen haben! was das tiefenpsychologisch bedeutet, wage ich nicht zu denken.
2) caro hat fast nix pinkes. aber das hängt nicht nur damit zusammen, daß ich sie nicht anziehen will wie ein zuckerl, sondern auch damit, daß sie blaue augen hat und ihr blau gut steht. und dass ich mich weigere, jetzt schon der vermarktungsmasche von prinzessin lilifee oder hello kitty zum opfer zu fallen. jetzt, wo ich noch entscheide, was sie anzieht, und es ihr eh egal ist. solang sie am abend ihren GAP-pyjama mit dem affen anziehen kann. der rest ist ihr egal. ok vorgestern im schigebiet gabs nur eine prinzessin lilifee zahnbürste. ich hab mich irrsinnig geärgert, aber hatte keine wahl. und als kleiner trost: ich glaub, caro ists so was von wurscht, was auf der zahnbürste oben ist.
3) ich hab ein paar pinke sachen im kleiderschrank. ok, grellpink, nicht rosa. bin doch kein glücksschwein.
so, jetzt muss ich aber ins bett. sonst seh ich morgen abend in meinem faschingsoutfit zu blass aus.
1) Lange Karenz läßt Einkommen sinken
Auf österreichisch würd man jetzt sagen: "no na". oder "na net na na". übersetzt und bitte mit etwas zynismus gewürzt: "na was für eine überraschung". aber immer wieder interessant zu lesen. http://orf.at/stories/2046217/2046215/
2) Bänz Friedli, der Schweizer Hausmann:
http://www.derhausmann.ch/
3) "pink stinks"
http://www.pinkstinks.co.uk/
3 assoziationen:
1) im fasching, zu einem tanzschulevent (morgen ist ja faschingsdienstag) ging ich einmal als rosaroter panther. mit rosa pyjama, von meiner mama gefertigtem hauberl mit ohren und (ebenfalls von mama gefertigt) einem schwanz aus draht, umwickelt mit watte und verkleidet mit rosa filz. den hab ich mit einem gummizug um den bauch getragen. der stand richtig toll weg nach hinten. hat sensationell ausgesehen. aber unglaublich, wie oft mir die burschen in der tanzschule am schwanz gezogen haben! was das tiefenpsychologisch bedeutet, wage ich nicht zu denken.
2) caro hat fast nix pinkes. aber das hängt nicht nur damit zusammen, daß ich sie nicht anziehen will wie ein zuckerl, sondern auch damit, daß sie blaue augen hat und ihr blau gut steht. und dass ich mich weigere, jetzt schon der vermarktungsmasche von prinzessin lilifee oder hello kitty zum opfer zu fallen. jetzt, wo ich noch entscheide, was sie anzieht, und es ihr eh egal ist. solang sie am abend ihren GAP-pyjama mit dem affen anziehen kann. der rest ist ihr egal. ok vorgestern im schigebiet gabs nur eine prinzessin lilifee zahnbürste. ich hab mich irrsinnig geärgert, aber hatte keine wahl. und als kleiner trost: ich glaub, caro ists so was von wurscht, was auf der zahnbürste oben ist.
3) ich hab ein paar pinke sachen im kleiderschrank. ok, grellpink, nicht rosa. bin doch kein glücksschwein.
so, jetzt muss ich aber ins bett. sonst seh ich morgen abend in meinem faschingsoutfit zu blass aus.
Mittwoch, 2. März 2011
Norwegen
Gerade läuft eine Dokumentation auf ORF2 (Weltjournal, http://tv.orf.at/program/orf2/20110302/537695901/311602):
* Familienfreundliche Arbeitskultur
* 80% der Frauen berufstätig
* Kinder ab 1 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz (90% der Kinder von 1-5 sind im Kindergarten)
* "Norwegian men are the best export article..."
* "both work and family are so rewarding..."
* "Wichtig, daß Männer einen starken Bezug zum Kind haben"
* "Wenn ich nicht in Norwegen wäre, wüßte ich nicht, ob ich 3 Kinder hätte"
Ich bin gespannt, wie sich die Diskussion zur verpflichtenden Frauenquote entwickeln wird. Ich denke, das kann nur ein Mittel zum Zweck sein, kein Selbstzweck. Wenn man es schafft, über eine Frauenquote endlich an der Infrastruktur etwas zu ändern, beispielsweise die Betriebskindergärten auszubauen, wäre es einen Versuch wert...
* Familienfreundliche Arbeitskultur
* 80% der Frauen berufstätig
* Kinder ab 1 haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz (90% der Kinder von 1-5 sind im Kindergarten)
* "Norwegian men are the best export article..."
* "both work and family are so rewarding..."
* "Wichtig, daß Männer einen starken Bezug zum Kind haben"
* "Wenn ich nicht in Norwegen wäre, wüßte ich nicht, ob ich 3 Kinder hätte"
Ich bin gespannt, wie sich die Diskussion zur verpflichtenden Frauenquote entwickeln wird. Ich denke, das kann nur ein Mittel zum Zweck sein, kein Selbstzweck. Wenn man es schafft, über eine Frauenquote endlich an der Infrastruktur etwas zu ändern, beispielsweise die Betriebskindergärten auszubauen, wäre es einen Versuch wert...
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