Nach einer harten Arbeitswoche ein bisserl in "Gala" und "Bunte" schmökern, ich gebs ja zu:
* Nicole Kidman hat sich ihr Kind von einem "gestational carrier" austragen lassen, auf Deutsch einer Leihmutter. Bevor ich nun einfalle in den Chorus an "wie kann sie nur" etc, denk ich mir, vielleicht gibts ja doch einen Grund, das zu tun, der NICHT mit der Tatsache zu tun hat, daß ihr Job sich sehr stark über Äußerlichkeiten definiert und sie sich eine Pause nicht leisten kann/will. Hmmmm... irgendwas Biologisches vielleicht. Aber arg find ichs trotzdem.
* Leo Busch, Journalistin bei n-tv, ist schwanger von einem Samenspender, denn sie ist mit einer Frau verheiratet. Und im Gegensatz zu Österreich ist es in Deutschland gleichgeschlechtlichen Paaren sehr wohl erlaubt, das leibliche Kind des Partners zu adoptieren (was die Frau von Fr Busch machen wird). Find ich gut.
Sollte es nicht so sein, daß es uns egal sein sollte, woher ein Kind kommt, Hauptsache, es wird geliebt?
http://www.bunte.de/society/leo-busch-sohn-von-anonymem-samenspender-_aid_22381.html
http://www.bunte.de/stars/nicole-kidman-sie-nennt-die-leihmutter-gebaermaschine_aid_22417.html
Freitag, 21. Januar 2011
Samstag, 15. Januar 2011
Scham
Samstag Nachmittag, die Sonne scheint durchs (schmutzige) Fenster, und ich lieg am Sofa und verschlinge ein Buch (http://www.amazon.de/Debutante-Kathleen-Tessaro/dp/0007215401/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1295112639&sr=8-1). Spannend, romantisch, etc, nur leider, das Ende, vor allem das Nachwort, hat mich so derartig erschüttert, daß ich statt erholt nun eher gerädert bin.
In der Familie der Queen Mom (http://www.guardian.co.uk/uk/2002/apr/01/queenmother.monarchy) wurden in Summe 5 Nichten (aus 2 Familien) in psychiatrische Kliniken eingesperrt und quasi vergessen. Bei einer Nichte trug sogar die staatliche Organisation NHS die laufenden Kosten. Eine andere bekam (auf Kosten des Staates) ein Armengrab. Und im offiziellen Adelsregister hieß laut Information der Familie, daß eine 1940 starb, eine andere 1961, obwohl beide zu dem Zeitpunkt noch lebten. Eine der 5 lebt angeblich immer noch (http://en.wikipedia.org/wiki/Katherine_Bowes-Lyon).
Man kann in niemanden hineinsehen. Und ich will niemanden aburteilen. Und ich weiß auch nicht, wie akkurat die Informationen sind. Aber: Erstens wie schmal ist der Grat zwischen Normalität und Behinderung. Zweitens: wie kann man sein Kind für tot erklären lassen? Und drittens: wie kann eine der reichsten Familien Englands ihre Verwandtschaft durch das staatliche System finanzieren lassen?
Ein anderes Buch, das ich in diesem Kontext hier ans Herz legen will:
Irre, wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen. von Manfred Lütz.
http://www.amazon.de/Irre-behandeln-Falschen-Normalen-Seelenkunde/dp/3579068792/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1295112841&sr=8-1-catcorr
So. Dieser heutige Beitrag hat eigentlich nichts mit Baby etc zu tun. Aber es lag mir am Herzen. Und wozu sonst ist ein Blog da?
In der Familie der Queen Mom (http://www.guardian.co.uk/uk/2002/apr/01/queenmother.monarchy) wurden in Summe 5 Nichten (aus 2 Familien) in psychiatrische Kliniken eingesperrt und quasi vergessen. Bei einer Nichte trug sogar die staatliche Organisation NHS die laufenden Kosten. Eine andere bekam (auf Kosten des Staates) ein Armengrab. Und im offiziellen Adelsregister hieß laut Information der Familie, daß eine 1940 starb, eine andere 1961, obwohl beide zu dem Zeitpunkt noch lebten. Eine der 5 lebt angeblich immer noch (http://en.wikipedia.org/wiki/Katherine_Bowes-Lyon).
Man kann in niemanden hineinsehen. Und ich will niemanden aburteilen. Und ich weiß auch nicht, wie akkurat die Informationen sind. Aber: Erstens wie schmal ist der Grat zwischen Normalität und Behinderung. Zweitens: wie kann man sein Kind für tot erklären lassen? Und drittens: wie kann eine der reichsten Familien Englands ihre Verwandtschaft durch das staatliche System finanzieren lassen?
Ein anderes Buch, das ich in diesem Kontext hier ans Herz legen will:
Irre, wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen. von Manfred Lütz.
http://www.amazon.de/Irre-behandeln-Falschen-Normalen-Seelenkunde/dp/3579068792/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1295112841&sr=8-1-catcorr
So. Dieser heutige Beitrag hat eigentlich nichts mit Baby etc zu tun. Aber es lag mir am Herzen. Und wozu sonst ist ein Blog da?
Mittwoch, 12. Januar 2011
Modernisierung dringend erforderlich!
Nachdem wir auf der Fahrt ins Schigebiet stundenlang Kinderlieder rauf- und runtergehört hatten, meinte mein Mann: sag einmal, die fleißigen Wäscherinnen, das ist doch total veraltet. Man müßte doch die ganzen Kinderlieder und Kinderbücher einmal modernisieren.
Und mich nerven sowieso die Kinderbücher mit Paul, der so super Traktor fährt und den Mähdrescher bedient und das Mädchen neben ihm darf nur mit dem Rasenmäher fahren. So viel zu gender mainstreaming... Oder die kleine Maus, die natürlich von der zuhause-die-Socken-stopfenden Mama in den Arm genommen wird.
Hier nun unsere Vorschläge, um sicherzugehen, daß die Kinder den Anschluß ans 21. Jahrhunder nicht verpassen:
Neue Kinderbuchserie:
* Frederik der Facebook-Süchtige (http://derstandard.at/1256743828628/Italien-Psychiatrische-Behandlung-gegen-Facebook-Sucht)
* Karin die Kaufsüchtige (http://diestandard.at/1292462434597/AK-Studie-Jede-zweite-junge-Frau-kaufsuechtig)
* und für die Hardcore-Aufklärer unter uns: Paul im Puff (mit speziellem Fokus auf Zwangsprostitution)
Neue Kinderlieder:
* statt den "tüchtigen Wäscherinnen" vielleicht die türkischen Jeansfärber (http://www.welt.de/wissenschaft/article11300153/Killer-Jeans-kosten-Sandstrahlarbeiter-das-Leben.html)
* statt "ich geh mit meiner Laterne" lieber "ich fahr mit meinem SUV" (http://www.uni-due.de/~hk0378/publikationen/2010/20101111_ManagerMagazin-Online.pdf)
und vielleicht könnte mir einer sagen, wie man seinem Kind erklärt, daß das liiiebe Schaf, das kleine Kaaaalb und das süüüüüße kleine Schwein die Rohstofflieferanten sind für das, was das Kind abends am Teller hat...?
Nein, ehrlichgesagt, wenn ich's mir genau überlege: lieber noch ein paar Jahre heile Welt mit den fleißigen Wäscherinnen.
Und mich nerven sowieso die Kinderbücher mit Paul, der so super Traktor fährt und den Mähdrescher bedient und das Mädchen neben ihm darf nur mit dem Rasenmäher fahren. So viel zu gender mainstreaming... Oder die kleine Maus, die natürlich von der zuhause-die-Socken-stopfenden Mama in den Arm genommen wird.
Hier nun unsere Vorschläge, um sicherzugehen, daß die Kinder den Anschluß ans 21. Jahrhunder nicht verpassen:
Neue Kinderbuchserie:
* Frederik der Facebook-Süchtige (http://derstandard.at/1256743828628/Italien-Psychiatrische-Behandlung-gegen-Facebook-Sucht)
* Karin die Kaufsüchtige (http://diestandard.at/1292462434597/AK-Studie-Jede-zweite-junge-Frau-kaufsuechtig)
* und für die Hardcore-Aufklärer unter uns: Paul im Puff (mit speziellem Fokus auf Zwangsprostitution)
Neue Kinderlieder:
* statt den "tüchtigen Wäscherinnen" vielleicht die türkischen Jeansfärber (http://www.welt.de/wissenschaft/article11300153/Killer-Jeans-kosten-Sandstrahlarbeiter-das-Leben.html)
* statt "ich geh mit meiner Laterne" lieber "ich fahr mit meinem SUV" (http://www.uni-due.de/~hk0378/publikationen/2010/20101111_ManagerMagazin-Online.pdf)
und vielleicht könnte mir einer sagen, wie man seinem Kind erklärt, daß das liiiebe Schaf, das kleine Kaaaalb und das süüüüüße kleine Schwein die Rohstofflieferanten sind für das, was das Kind abends am Teller hat...?
Nein, ehrlichgesagt, wenn ich's mir genau überlege: lieber noch ein paar Jahre heile Welt mit den fleißigen Wäscherinnen.
Dienstag, 4. Januar 2011
Sensibelchen
Gute Nachricht für die Eltern von sensiblen Kindern: es ist nicht alles genetisch determiniert. In einer positiven Umgebung blühen sensible Kinder sogar noch mehr auf:
[...] "Die meisten Kinder sind wie Löwenzahn", sagt Lesch. "Sie schlagen überall Wurzeln, halten durch und überleben. Einige sind aber wie Orchideen: zerbrechlich und unbeständig, aber im Treibhaus blühen sie wunderbar auf."[...] und weiter: [...] Acht Monate lang besuchte Bakermans-Kranenburg die Familien dieser Kinder. Sie filmte sie, schnitt Schlüsselszenen zusammen und zeigte sie anschließend den Eltern, um ihnen Ratschläge zu geben, wie mit den Kindern besser umzugehen sei. Nach dieser Intervention stellte sich bereits nach einigen Monaten heraus, das die Kinder mit widerstandsfähigeren Erbanlagen ihr Verhalten um zwölf Prozent verbesserten, während die empfindsameren Kinder mit dem Risikogen um 27 Prozent weniger verhaltensauffällig waren. Wie die exotischen Blumen blühten sie auf, wenn man ihnen nur die richtige Pflege angedeihen ließ. [...]"
hier der vollständige Artikel: http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-sensible-kinder-wilder-loewenzahn-fragile-orchidee-1.1040879
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