Samstag, 18. Dezember 2010

Der Kampf um den Busen

Vor einigen Tagen las ich in einer Tageszeitung einen Artikel übers Stillen. Damals: kein einziger Kommentar. Heute: 102. And counting. Dass dieses Thema immer wieder so derartig polarisieren kann, finde ich faszinierend. Aber Gott sei Dank auch ein paar Kommentare, wo man KEINE Magenschmerzen bekommt.

Hier das Spektrum:

"...solche Frauen sollen allein bleiben, keine Beziehung eingehen, keine Nähe zulassen. "

"...Mich würde interessieren warum besagte Frau nicht stillen wollte. "

"...Ich will darauf hinaus, dass Mütter die nicht stillen WOLLEN, Ihren Kindern einen wesentlichen Entwicklungsschritt zur Abnabelung vom mütterlichen Körper (in dem sie ja bekanntlich während der Schwangerschaft heranwachsen) einfach vorenthalten"

"...Nein, die Flaschenmuttis sind die Puppenmuttis. Die fühlen sich beim Flaschimachen wie eine brave Mutti."

"...ich würds dem kind gönnen. so eine innige beziehung hat man nie mehr! "

"...Arme Frauen. Nicht nur die Männer sind die bösen Feinde, auch die Babies und ganz generell die Natur. "

"...Was die Autorin...... für einen Gleichberechtigungskomplex hat ist schon sensationell. "

aber auch:
"Stillen oder nicht Stillen soll sich jede Mutter natürlich selbst überlegen,"

"...Deiner Meinung nach sind Mütter, die nicht stillen wollen oder können, Rabenmütter, die ihrem Kind ungesundes Essen aufzwingen und ihm keine Liebe geben."

"...von mir aus gerne jede so wie sie eben kann und will. man muss sich ja nicht in die intimsten u innigsten beziehungen wie die mutter-kind-beziehung einmischen."

"...da gehts nicht drum, die männer als böse darzustellen, sondern den druck von den frauen zu nehmen, dass sie schlechte mütter seien, wenn sie nicht stillen würden. für die einen ist es die innigste bindung überhaupt, für die anderen ist es eine tortur, soll doch jede selbst entscheiden! "


http://diestandard.at/1291454782536/Mein-Busen-gehoert-mir

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen