Neueste Trends in der Kindererziehung, soeben im "Weltjournal" gesendet. http://tv.orf.at/program/orf2/20100908/477740001/300407/
Mit offenem Mund hab ich mir das Ganze angeschaut:
Eltern, die ihr 3wöchiges Baby trainieren.
Babies, die mit 5 Monaten angeblich schon lesen können.
Kinder, die mit 3 Jahren schon die Namen der ersten 10 amerikanischen Präsidenten lesen und richtig zuordnen können.
Kinder, die nicht mehr auf Bäume steigen dürfen, denn es könnte ja was passieren.
Babys, die Knieschoner bekommen, damit sie sich beim Krabbeln nicht die Knie aufschürfen (Infektionsgefahr!).
Der Vater, der seine Kinder zuhause erzieht und meint, ja, seine Kinder werden die zukünftigen Senatoren und Präsidenten, und das ist doch toll und ein Dienst am Land, wenn sie jetzt schon so gut ausgebildet werden.
Da sind ja zweisprachige Kindergärten eine Lappalie dagegen.
Was mich so schockt: werden die Kinder, nur weil sie für diese ach so böse Globalisierungswelt gewappnet werden, automatisch flexibler und anpassungsfähiger? emotional stabiler? glücklicher?
das sind also die helicopter parents (dauernd ums Kind kreisen und dabei viel Staub aufwirbeln). Und natürlich gibts hier schon eine Gegenbewegung. Analog zu den free-range eggs (Eiern von Freilandhühnern) gibts die free-range kids. Irgendwie beruhigend.
Mittwoch, 8. September 2010
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