Entschuldigung für den doch sehr pointierten Titel. Aber mir geht dieses Getue ums Stillen wirklich auf die Nerven. Ja, wenn es klappt, ist es sicher eine gute Sache, aber man sollte es nicht überbewerten. Liest man Publikationen wie von "La Leche Liga", so kommt einem vor, man sollte sein Kind am besten ins Waisenhaus geben (oder gar nicht erst bekommen), wenn man nicht mindestens so lange stillt, bis es selber "nein danke" sagen kann.
Aber wie so oft in Diskussionen, die sich ums Thema Kinder / Mutterschaft drehen: wo sind die Fakten?
Hier bitte:
http://www.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/health/article6719696.ece
Hier ein paar Auszüge:
"Michael Kramer, a professor of paediatrics who has advised the World Health Organisation and Unicef, said that much of the evidence used to persuade mothers to breastfeed was either wrong or out of date."
und:
"Evidence that breastfeeding protects against obesity was flawed, he said.“The evidence it protects against allergies and asthma is also weak. And there is very little evidence that it reduces the risk of leukaemia, lymphoma, bowel disease, type 1 diabetes, heart disease and blood pressure.""
Das heißt: jede Frau, die sich gegens Stillen entscheidet - aus welchem Grund auch immer - , sollte sich nun hoffentlich etwas erleichtert fühlen.
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