Sonntag, 23. August 2009

Samstag Abend junger Eltern

Früher, da ging man am Samstag Abend auf die Pirsch. Heutzutage wartet man erschöpft, bis das Kind endlich schläft (wie schaffen es andere Eltern, ihre Kinder um 19.00 im Bett zu haben? naja dafür stehen schon um 5h früh am Gitterbett und rattern an den Stäben. Bei uns passiert das üblicherweise erst um 6.30). Dann wird aus dem riesigen Repertoire an noch nicht gesehenen Filmen, TV-Serien etc der aktuelle Favourite rausgezogen.
(Kleiner Tipp am Rande: ohne DVD-Recorder geht gar nichts. Denn üblicherweise plärrt der kleine Liebling besonders dann, wenn es im Fernsehen richtig spannend wird. Und Kino wird sowieso zu teuer, wenn man den Babysitter mitbezahlen muss.)

Anyway, Grey's Anatomy, große Tragik, das kleine Mädchen stirbt und niemand kann was dagegen tun. Nicht einmal Bailey.

Wir (nicht Bailey und ich, sondern mein Mann und ich) sitzen am Sofa und heulen. Kaum hat man selbst ein Kind, ist es quasi unerträglich, auch nur einen Film zu sehen oder einen Zeitungsartikel zu lesen, in dem ein Kind mißhandelt wird, schwer krank ist oder gar stirbt. Man wird dünnhäutig.

Jaja früher hat man geheult, wenn man Liebeskummer hatte. Heute heult man, weil einem die Angst ums Kind manchmal die Kehle zuschnürt. Und schleicht sich dann gemeinsam leise ans Bett und schaut dem kleinen Schatzi beim Schlafen zu.


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